Ilmenau: Bericht und Bilder zur 8. Spartakiade

Am vergangenen Samstag fand in Ilmenau, mittlerweile zum achten Mal, die Spartakiade statt. Wie jedes Jahr, stand auch diesmal ein Motto im Vordergrund: „Märchen und Sagen“. Ein kurzer Bericht:

Die Spartakiade, wie soll man es erklären, ist eine Art „Olympische Spiele“, welche von Punks rund um den Verein „Chaos United“ in Ilmenau organisiert wird. Jedes Jahr findet diese unter einem bestimmten Motto statt und hat dem Motto entsprechend verschiedene Disziplinen. Die letzten Jahre gab es zum Beispiel „Hollywood“ oder „Mittelalter“.
21 Teilnehmerinnen und etwa doppelt so viele ZuschauerInnen fanden sich vom Vormittag bis in die späteren Abendstunden auf dem Gelände des „Sportplatz des Friedens“ am Fuße der Pörlitzer Höhe in Ilmenau ein. Nachdem alle TeilnehmerInnen eingetroffen waren begann gegen 11:45 Uhr die Spartakiade. Die erste Disziplin „Der kleine Muck“ wurde mithilfe von Hütchen und Plastikbechern aufgebaut und nacheinander durchgeführt. Ziel war es, eine Feige von einem Becher in die andere zu schütten und den Plastikbecher wieder auf dem Hütchen zu platzieren. Und dies über eine längere Strecke von sagen wir 20 Metern. Eine schwierige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass zwischenzeitlich auch mal der Wind ging und so manchen Märchengestalten den leichten Becher wieder vom Hütchen wehte.
Nach einer kurzen Pause ging man nun zur zweiten Disziplin über: „Aschenputtel“. Hierbei wurden ein Kreuz am angrenzenden Zaun befestigt und an alle vier Enden des Kreuzes Becher geklebt. nun sollten die TeilnehmerInnen mit Linsen aus einer bestimmten Entfernung die Becher treffen. Die Becher oben und unten brachten zwei Punkte, die äußeren jeweils einen Punkt. Alle hatten 10 Versuche.
Die dritte Disziplin war dann „Der Märchenerzähler“. Hier sollten die TeilnehmerInnen ihr ausgewähltes Märchen darstellen. Auch hierbei gab es lustige anzuschauende Versuche, wie manche ihre Figur verkörperten.
Bei der vierten Disziplin „Rapunzel“ wurde ein alter Feuerwehrschlauch an einem Baum befestigt, den man dann hochkletterte. Die Schwierigkeit war, dass sobald man zum Sprung ansetzte, der Feuerwehrschlauch in alle Richtungen schaukelte. Manche schafften es allein, manche benötigten Hilfe, um an Rapunzels Haaren (gemeint ist der Feuerwehrschlauch) hochzuzuziehen. Vor allem als Hänsel Gretel geholfen hat, konnte man sich, wie so oft an diesem Tag, das Lachen nicht verkneifen.
Die letzte Disziplin, mittlerweile ist es knapp 16:15 Uhr, war „Frau Holle“ und war eine Art „Watteball-Weitwurf“. Der Watteball, etwa so groß wie eine Fußball, sollte so weit wie möglich geworfen werden. Nach immer mehr Würfen löste sich der Watteball zusehends auf und verteilte sich ein wenig auf der Laufbahn. Trotzdessen war der Watteball immer in so einem Zustand, dass trotzdem alle TeilnehmerInnen werfen konnten. Die Einen schafften es weiter, die Anderen wiederum nicht gerade weit.
Am Ende der Spartakiade gab es auch eine Siegerehrung. Alle die mitgemacht haben, bekamen eine Urkunde; die ersten 3 bekamen zusätzlich einen Pokal überreicht. Doch nicht nur sportliche Leistungen wurden würdigt. Auch das beste Kostüm wurde gewählt. Hier konnte sich der „Zinnmann vom Zauber von Oz“ vor dem „gestiefelten Kater und dem „Froschkönig“ durchsetzen.

Für das leibliche Wohl war stets gesorgt. So gab es neben Rostbräteln und Bratwürsten verschiedenster Arten auch einen veganen Gulasch. Auch Bier und alkoholfreie Getränke waren zur Genüge am Start. Auf der Skateranlage mit verschiedenen Pipes und Trails nebenan skateten den ganzen tag über Kids und schauten immer mal Richtung Spartakiade. Pavillions, Bänke, Musik & co. waren natürlich, wie auch einige Hunde, da. Am Ende machte die Polizei natürlich am nahegelegenen Kreisel eine Verkehrskontrolle. vermutlich wollten diese schauen, ob die Gäste der Spartakiade unter Alkohol Autofahren.
Abschließend kann man sagen, dass die Spartakiade wiedermal ein gelungenes Spektakel war und auch zukünftig eine interessante Veranstaltung bleiben wird. Jedes Jahr etwas Neues und was man ebenfalls positiv betrachten muss, ist dass bei den TeilnehmerInnen weniger das Gewinnen im Vordergrund steht, sondern vielmehr der Spaß.


Die erste Disziplin: „Der kleine Muck“


Die erste Disziplin: „Der kleine Muck“


Die zweite Disziplin: „Aschenputtel“: Das Kreuz mit Bechern, in die man Linsen werfen musste


Das singende, klingende Bäumchen


„Der Lebkuchenmann aus dem Film Shrek“


Alles wird dokumentiert ;)


Die vierte Disziplin: „Rapunzel“


„T(r)inkerbell“, die Elfe von Peter Pan bei der vierten Disziplin „Rapunzel“


Hänsel hilft Gretel bei „Rapunzel“


Der vegane Gulasch


Die letzte Disziplin: „Frau Holle“


„Der Froschkönig“ bei „Frau Holle“


Alle TeilnehmerInnen erhielten eine Urkunde…


…und die ersten drei Plätze noch einen Pokal


1. Platz bei der Kostümwahl: Der Zinnmann vom Zauberer von Oz


Die Siegerehrung der ersten drei Plätze


Hau zu :D

Hier noch ein kleines lustiges Gedicht zur Spartakiade, was wir bei Facebook gefunden haben:

„Hinter tiefgrünen Bergen,
bei den vom Alk blauen Zwergen,
ziemlich weit von hier fort,
liegt ein verwunschener Ort.
Nicht nur der Ziegenbock tanzt dort,
hier treiben sogar Punker Sport,
berauscht und voller Tatendrang,
wird hier gekämpft um jeden Rang.
Drum kommt und schaut und seit dabei,
zur märchenhaften Narretei,
und seid mit uns in Ilmenau,
wie immer voll und himmelblau!“


1 Antwort auf „Ilmenau: Bericht und Bilder zur 8. Spartakiade“


  1. 1 Eyline 16. Juli 2014 um 19:39 Uhr

    Sorry leute..aber bestehe darauf das ich nicht der pittiplatsch..sonder der lebkuchenmann aus dem Film Shreck bin.

    Thüringenpunk: Es wurde soeben geändert. Danke für den Hinweis und sorry für den Fehler ;)

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