In eigener Sache

Anfang dieser Woche erschien die neue Ausgabe der Lirabelle, eine undogmatischen linken Zeitschrift aus Erfurt. In der Ausgabe 7, die aktuell nur in der Print-Ausgabe verfügbar ist, findet sich neben interessanten Artikeln auch ein Leserbrief der „Antifaschistischen Aktion Gotha“ (AAGTH). Dieser arbeitet sich u.a. an uns, also Thüringenpunk und unserem Bericht zum Hausfest des Juwels in der 6. Ausgabe der Lirabelle ab. Die teils perifde Art und Weise des Textes lässt auf manchen Ebenen mehr Fragen offen, als er schließlich zu beantworten versucht.

Eigentlich wollten wir nicht auf die Äußerungen der AAGTH eingehen und nicht auf die Diffamierungen sowie zum Teil privaten Beleidigungen Stellung beziehen. Jedoch entschieden wir uns nun doch ein paar abschließende Worte zum besagten Text zu verlieren. Einen weiteren Beitrag unsererseits wird es hierzu zukünfig nicht geben. Der Grund hierfür ist zum Einen, dass wir keinen Bock auf eine ewige Schlammschlacht haben und zum Anderen, dass die Redaktion der Lirabelle nicht gewillt war, die persönlichen Diffamierungen zu unterbinden oder vor der Veröffentlichung mit uns in Kontakt zu treten, obwohl der Text schon länger der Redaktion zugänglich war.
Der erste Vorwurf Thüringenpunk sei ein „lokalpatriotischen klingender Blog“ lässt vermuten, dass es die AAGTH sich selbst noch nicht im klaren ist, dass ihr Gruppenname, der übrigens „Antifaschistische Aktion Gotha“ ist, ebenfalls recht lokalpatriotisch klingt. Soviel kurz zum Thema „vor der eigenen Haustür kehren“, wie dem letzten Abschnitt des Textes der AAGTH zu entnehmen ist. Die Wahl des Namens „Thüringenpunk“ hat wohl eher damit was zutun, dass man sich aufgrund des größeren Aufwand, vor allem beim Konzertkalender, auf eine bestimmte Region einigen musste. Anschließend den Blog noch als Abklatsch von „Sachsenpunk“ oder „Hamburgpunk“ zu bezeichenen, zeugt ehr von „schlechter Recherche“, wie sie die AAGTH anderen vorwirft. Wer sich schon einmal das Projekt sachsenpunk.de angeschaut hat, wird feststellen, dass sich das Projekt lediglich auf einen Konzertkalender beschränkt. Wer sich nach „Hamburgpunk“ auf die Suche begibt, wird hierbei mit den Worten „Hier entsteht eine neue Internetpräsenz“ begrüßt. Doch dies nur kurz am Rande. Uns geht es primär um etwas anderes.

Im Brief heißt es weiter: „Vielleicht wäre ein Akt der Solidarisierung und Unterstützung mit den lokalen Strukturen angebrachter als pseudointlektuelles Gedisse, weil es in der Uni zu langweilig geworden ist.“ Der Vorwurf, dass wir uns lieber mit den örtlichen Strukturen solidarisieren sollen, also es bisher nicht getan hätten, finden wir unhaltbar. Thüringenpunk und die Leute, die hinter diesem Projekt stehen, haben das innerhalb und auch außerhalb des Projektes immer getan. Auch zukünftig werden wir lokale Strukturen wie das Juwel weiter unterstützen und wüssten auch nicht, warum wir das nicht tun sollten. Dass nun die AAGTH uns vorwirft, wir hätten das nicht getan, ist für uns enttäuschend und frustrierend.

Uns stellt sich abschließend die Frage, was die Antifaschistische Aktion Gotha dazu treibt mit solchen Beleidigungen und Diffamierungen um sich zu werfen. Für uns ist die Konsequenz aus dieser Angelegenheit, dass wir uns zukünftig überlegen werden, ob wir mit der Gruppe nochmals in Kontakt treten, aber auch ob wir nochmal in der Lirabelle publizieren.