Erfurt: Wenn die ‚autonome Szene‘ auf hoher See ist…

… dann schippert die „Schande von Erfurt“ über die Gera und der Schlachtruf der Punkxboottour schallt von Bischleben bis zur Krämerbrücke. Auch dieses Jahr hieß es, zum nunmehr 16. Mal, für rund 100 Punx sich auf ein Schlauchboot zu schwingen und Erfurt zu entern!


Da nun die Thüringer Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD zu ‚Linksextremismus‘ feststellte, dass die Punxboottour das zentrale Sport- und Freizeitevent der autonomen Szene in Thüringen ist, war es ein Muss dieses Jahr das schwimmende Chaos zu dokumentieren. Schließlich weiß man ja nie, was bei diesem zentralen Event alles an Autonomen, Terroristen, Kriminellen und gescheiterten Existenzen aufkreuzt, um Erfurt in Schutt und Asche zu legen. Am Ende blieb der gewaltsame Versuch des Umsturzes genau so aus, wie der groß angekündigte Besuch der Neonazis. Eine rundum gelungene Veranstaltung war es, wie ihr selbst sehen könnt, aber dennoch!


Gegen Mittag setzte sich die Gruppe in Bewegung. Das Ziel?


… Heute Bischleben und morgen die Welt, oder so ähnlich…


…“Weißt du noch damals?“…


Ab ging es in die Bahn nach Bischleben. Ob die alle einen Fahrschein haben…?


War auch egal, angekommen sind sie alle…


… und erstmal Trockenübungen ob man beim Sitzen im Reifen auch Bier trinken kann. (Zur Info: Klappt ganz gut.)


Nachdem das geklärt war, wurde auch der Pegel erreicht um in See zu stechen…


… alles kreuz und quer, aber das Ziel fest im Blick…


… auch wenn oben und unten bei einigen nicht mehr ganz klar waren…


…bei einem Bootsstau konnte man sich über die richtige Himmelsrichtung austauschen oder doch einfach nur zusammen trinken.


Ein gelegentlicher Stop in seichten Gewässern bot die Möglichkeit die Vorräte wieder aufzufüllen…


… bevor es ungeordnet weiterging mit dem Vorhaben „Erfurt entern!“.


Es musste Flaute und erträgliche Hitze auf hoher See überstanden werden…


…und die letzten Reste Rum (mit Cola aus dem Discounter) mussten angezapft werden…


… doch dann wurden die letzten Kräfte mobilisiert als die Ersten Land in Sicht hatten!


Die letzten Hürden mussten noch genommen werden…


…und so ging es für alle abwärts.


Da die Piratenfänger in Uniform immer wieder auftauchten, wurde das Kanonenfeuer eröffnet. Auch die ersten gesunkenen Boote gab es zu beklagen…


…doch schnell wurde sich gesammelt, noch ein Schluck aus der Schnapspulle…


… und weiter ging es in Richtung Krämerbrücke!


Noch einmal feuern und posen, dann musste jeder weiter durch die Untiefen…


… da hilft kein jammern und klammern…


… wenn alle Stricke reißen, musste von hinten geschoben werden!


Nass, nicht mehr ganz so nüchtern und erschöpft kam die Punxboottour an ihrem Ziel an. Die Krämerbrücke wurde geentert und für 1-2 Stunden dominierte eine Horde Punks das Bild am Erfurter Wahrzeichen. Den hippen Erfurtern mit ihrem 0,33l Becks Gold und dem knöchelfreien Jeans ging es zumindest wie uns sonst an der Krämerbrücke. Nach einiger Zeit wurden es wieder weniger Gestalten in der Stadt und die Party danach verlagerte sich ins AJZ Erfurt.
Im kommenden Jahr, wenn es dann die 17. Punxboottour gibt, wird auch die Thüringenpunkfregatte in See stechen um zusammen mit der versammelten Schande für Erfurt den Müll an die Krämerbrücke zurückzubringen!