Einen Tag und eine Nacht im Zauberwald

„Zauberwald“ – Unter diesem Motto feierten am 20. August über 150 Menschen das 5. Hausfest des Wohnprojekts „Juwel“ in Gotha. Doch nicht nur die üblichen Verdächtigen haben den Weg in den Zauberwald gefunden. Auch einige Nachbarinnen und Nachbarn ließen es sich nicht nehmen einen Blick hinter die zum Straßenrand aufgehangenen Transparente zu werfen. So auch wir. Nachdem wir uns eine knappe Stunde rund um den Garten herumgetrieben haben – glücklicherweise ohne entdeckt zu werden – beschlossen wir auf konventionellen Weg ins innere des angelegten Zauberwalds zu gelangen. Auf eine spektakulärere Ankunft bzw. Anreise, wie zu unserer ersten Geburtstagsfeier vor zwei Jahren, verzichteten wir bewusst, um die Anwesenden nicht weiter zu provozieren.
Mit Erfolg und ohne weitere Probleme, wie wir euch nachfolgend zeigen wollen, haben wir den Weg in den Zauberwald gefunden. Den Weg wieder heraus zu finden, gestaltete sich jedoch etwas schwieriger.

Bereits am Bahnhof wurden wir, natürlich standesgemäß, mit einem 3 Gänge Menü empfangen. Nach einer kurzen Stärkung lösten wir das Antifa-Ticket, um kostenfrei mit dem örtlichen ÖPNV das Juwel, welches nach außen hin mit verschiedenen Transparenten geschmückt war, zu erreichen.
Nachdem wir den Garten betreten haben und noch die Abschlussarbeiten der Vorbereitungen stattfanden, chillten wir uns erst einmal in die Hängematte, öffneten das zweite Bier (das erste Bier haben wir bereits im Zug getrunken), schauten den Leuten beim arbeiten zu und begutachteten die sehr ansehnlich gebastelte Dekoration im Garten.
So langsam aber sicher kamen immer mehr Menschen, unter ihn auch die Bands und einzelne Nachbarn und Familien, am Juwel an. Gegen Nachmittag referierte Martina Renner über den Rechtsruck in Thüringen, eine andere Person über „Frauen auf der Flucht“, bevor die erste Band TM5 die Bühne betrat. Dass die Gothaer Punkband ihren eigenen, scheinbar bezahlten Fanblock dabei hatte, war kaum zu übersehen. Bereits zu Beginn ihres Auftritts tanzen dieser unermüdlich vor der Bühne und ließ sich mit Konfetti beschießen. Zum Dank warfen die Bandmitglieder eine Palette Sternburg-Dosenbier in das Publikum. Auch wir konnten uns zwei Dosen krallen und und wollen uns einerseits dafür bedanken und anderseits weiterhin dazu aufrufen uns Freibier zu geben, wenn wir mal auf irgendeinem Konzert sind.
Auch nach ihrem Auftritt machte die Band weiterhin auf sich aufmerksam, indem sie die Gäste des Hausfestes mit Wodka und Pfeffi aus Wasserspritzpistolen versorgte.
Als weitere Bands folgten Abserviert, Mutterbeast, Doomed Men, Projekt Pulvertoastmann , Victim sowie Rumpelkammer, die spontan noch eingesprungen sind.
Während nach dem Konzert noch ein paar Leute draußen kickerten und feierten, verlagerte sich die Party zunehmend nach drin, wo verschiedene DJ’s die Nacht über auflegten und so manche bis in die Morgenstunden tanzen.


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