Wenn „Punks“ rechte Hetze verbreiten

Bereits zum Beginn letzten Jahres sind wir darauf aufmerksam geworden, dass ein Mitglied einer thüringischen Punkband öffentlich Hetze durch das Verbreiten von Inhalten einschlägiger rechten Seiten betreibt. Nun, knapp ein Jahr später, wiederholte sich diese Prozedur, was uns endgültig dazu veranlasst, unsere Community darüber aufzuklären.

Natürlich bedauern wir es sehr, dass wir nicht bereits im vergangenen Jahr darüber berichteten. So tun wir es eben jetzt.
Bei dem besagten „Punk“ handelt es sich um den Gitarristen der Breitunger Band „Bockbierhagel“. Bereits im Sommer vergangenen Jahres konfrontierten wir diesen bei einem Konzert seiner Band mit seiner geteilten rassistischen Hetze. Angesprochen auf unsere Vorwürfe, dass er rechte Hetze durch das Verbreiten von Inhalten rassistischer Bürgerbewegungen wie „Nein zum Heim in Blankenburg“ verbreitet, entgegnete dieser, dass er dies nicht getan habe. Immer wieder wurde im Verlauf des lediglich kurzen Gespräches abgestritten, Beiträge der rechten Facebookseite geteilt zu haben. Erst als ihm verdeutlicht wurde, dass davon Screenshots existieren, knickte er ein und gestand. Er sagte, dass „sie (Anm.: die Bürgerbewegung) mit ihrem Post irgendwie schon Recht haben“. Daraufhin verschwand der Gitarrist.

Ein Jahr später wiederholt sich das Verbreiten rechter Inhalte durch den Gitarristen. Diesmal teilte er einen Beitrag von Ignaz Bearth, welcher sich mit kruden Theorien des Verschwörungstheoretiker und Antisemiten Andreas Popp beschäftigt. Ignaz Bearth ist Mitbegründer des schweizer Pegida-Ablegers und tritt bundesweit immer wieder als Redner bei Neonazidemonstrationen auf. So auch am 4. Juni vergangenes Jahr in Erfurt. Öffentliche Stellungnahmen oder Reaktionen seitens der anderen Bandmitglieder auf die Vorfälle sucht man vergebens, selbst nachdem wir die Band mehrmals direkt um eine Erklärung gebeten hatten.

Die Konsequenz, die wir bereits im vergangenen Jahr daraus gezogen haben war, dass wir keine Konzerte von Bockbierhagel bewerben und nun mit diesem kurzen Post andere Menschen darüber aufklären. Was ihr nun damit macht, ist eure Sache.


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