Thüringenpunk ist ein Projekt, eine Art Fanzine, welches sich mit Punk und den daraus entstandenen Subkkulturen auseinandersetzt, darüber berichtet und dokumentiert. Aufgrund begrenzter Kapazitäten und der Übersichtlichkeit wird sich das Projekt, wie der Name schon sagt, auf Thüringen beschränken.

Hierbei soll der Fokus auf Veranstaltungen, wie Konzerten und Festivals in Thüringen liegen, welche wir mithilfe von Berichten und Fotos dokumentieren und im Vorfeld bewerben. Bei unseren Bildern achten wir darauf, dass die Teilnehmenden aufgrund der Privatsphäre und Schutz nicht zu erkennen sind und verpixelt dargestellt werden.
Weiterhin wollen wir Bands, Konzert-Crews usw. eine Plattform bieten, auf der sie zu Wort kommen können, um sich selbst vorzustellen, über ein Album zu sprechen oder um zu bestimmten Themen Stellung beziehen können.

Aber auch andere Themen aus der linksalternativen Kreisen sollen angesprochen werden. Für uns hat Punk, bzw. verschiedene andere Subkulturen, auch immer etwas mit Politik zu tun. Damit meinen wir nicht etwa Parteipolitik oder die Vorbereitung der eigenen Karriere bei der Linksjugend, sondern viel mehr eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und den aus ihr resultierenden Ausgrenzungsmechanismen. Seien es die rassistischen Mobs die gegen Flüchtlinge oder Migranten hetzen, Neonazis die uns vor/nach Konzerten oder auch sonst überall bedrohen oder der Proll auf dem Punkrockkonzert, der gegenüber anderen Menschen übergriffig wird usw. Zu jenen kritischen Punkten dieser Gesellschaft zählt aber auch die Staatsgewalt, beginnend mit Stress beim Jobcenter bis hin zu Abschiebungen und Polizeiwillkür.
Wir sehen uns dabei gezwungen, uns in Wort und in der Tat damit auseinanderzusetzen und zur Not mit vermeintlich Gleichgesinnten und überholten Traditionen auch innerhalb der Szene zu brechen. Ein Schritt für diese Auseinandersetzung kann dieser Blog sein.

Da wir ebenfalls durch solche hässlichen Sachen wie Lohnarbeit usw. gestresst werden, läuft es manchmal besser und manchmal schlechter den Blog zu aktualisieren und uns die Zeit dafür zu nehmen. Wer einen top aktuellen Blog haben möchte auf dem alles glatt funktioniert, soll uns entweder dafür bezahlen oder das Vice-Magazin lesen!
In der Subkultur des Punk kommen leider oftmals regressive Elemente wie Homophobie, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus etc. und Offenheit gegenüber diesen Einstellungen immer wieder zum Tragen. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf die kritische Betrachtung und Bekämpfung dessen. Thüringenpunk versteht sich auch als ein antifaschistisches Projekt und wir werden deshalb auch keinen Bands, Veranstaltern oder Locations eine Plattform bieten, die selbst menschenverachtenden Einstellungen und Ideologien Raum gewähren und/oder sich offen gegenüber Neonazis und anderen rechten Spinnern verhalten. Wer das nicht akzeptiert kann die Seite gerne wieder verlassen.
Das Projekt lebt auch durch die Leute, die uns Konzerttermine schicken, Fotos zusenden, Hinweise geben, uns Bier spendieren (vor allem diese Leute!) und die Thüringenpunk als gemeinsames Projekt verstehen
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Kommunizieren werden wir über unseren Blog thueringenpunk.blogsport.de, aber auch aufgrund der größeren Möglichkeit zur Verbreitung unserer Publikationen, über Facebook.

Wer uns daher kontaktieren möchte, kann dies über das Kontaktformular auf dem Blog tun.

Januar 2015
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Debattenbeitrag: Das Grauen mit der Grauzone – Ein Versuch